Schwerpunkt der orthopädischen Rheumasprechstunde ist die therapeutische Betreuung von Patienten mit entzündlich-immunologischen Gelenkerkrankungen. Hierzu zählt vor allem die klassische Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) ebenso wie die seronegativen Spondyloarthropathien (M. Bechterew), Gelenkentzündungen bei Schuppenflechte (Psoriasis-Arthropathie) und systemischen Bindegewebserkran-kungen (Sklerodermie, Lupus erythematodes).
Unklare Gelenkergüsse und synoviale Schwellungszustände werden differentialdiagnostisch abgeklärt. Ebenso werden Patienten mit Blutergelenken (hämophile Arthropathie) und seltenen proliferativen Erkrankungen der Gelenkinnenhaut (pigmentierte villonoduläre Synovitis, PVNS) betreut.
Neben nicht-operativen Therapieformen wie der Verordnung physio- und ergothera-peutischer Maßnahmen oder der Rezeptur von orthopädischen Hilfsmitteln (Orthesen, Schienenversorgung, Einlagen, Maßschuhe, etc) konzentriert sich die Rheumasprechstunde vor allem auf eine individuelle Beratung, inwieweit durch operative Maßnahmen die Gelenkfunktion günstig beeinflusst werden kann.
Das Behandlungsspektrum beinhaltet sämtliche gelenkerhaltenden und gelenkersetzenden operativen Maßnahmen an den oberen und unteren Gliedmaßen. Hierzu zählen insbesondere die operative Behandlung und Rekonstruktion rheumatischer Hand- und Fußdeformitäten, die arthoskopische oder offene Entfernung der Gelenkinnenhaut (Synovektomie) und der künstliche Gelenkersatz (Totalendoprothese, TEP) an allen Gelenken.
Prof. Dr. med. B. Swoboda/ OA PD Dr. med. H.-D. Carl
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